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Ich mit mir selbst

Manchen hängen die Themen vermutlich schon beim Hals raus – Selbstliebe, Selbstfindung und diese innere Zufriedenheit nach der wir alle streben. Meist sind das aber auch die Menschen, die sich bisher in ihrem Leben am wenigsten damit auseinandergesetzt haben, wer sie eigentlich sind und welche Werte sie vertreten wollen.

Dieser Prozess, der uns da ein Leben lang begleitet, beginnt ja schon in der Kindheit und mit dem, was uns unsere Eltern mitgeben. Die Schulzeit ist dann die nächste prägende Zeitspanne unseres Daseins und ich traue mich mal zu sagen, dass die Pubertät wahrscheinlich so die Zeit ist, in der es bei den meisten zum ersten Mal so richtig kompliziert wird.

Wir entwickeln uns zu einem neuen Menschen, das andere oder selbe Geschlecht wird plötzlich auf eine ganz eigene und vielleicht auch ein wenig beängstigende Art und Weise besonders und wir müssen uns mit Dingen auseinandersetzen, von denen wir keine Ahnung haben. Dazu kommt noch, dass unsere Hormone verrückt spielen und damals unwichtige Dinge plötzlich „lebensnotwendig“ werden.

Jeder/jede von uns nimmt einiges aus dieser Zeit mit.

Wenn man es dann durch die Schulzeit geschafft hat und für einen kurzen Moment denkt, dass einem die Welt gehört, wird einem klar, dass es jetzt erst so richtig ernst wird.

Wir alle wachsen in diesen jungen Jahren – manche schneller, manche langsamer und manche, die hatten einfach schon immer einen Plan davon, was sie im Leben erreichen wollen, wobei ich mich mit dieser Hypothese noch nicht so ganz zufriedengeben kann.

Das mit der Selbstfindung ist hochkomplex, das weiß ich inzwischen. Dadurch, dass sich unser Leben ständig verändert, müssen wir uns auch immer und immer wieder neu finden und schmerzhafte Erlebnisse und Beziehungen mehrmals reflektieren. Genauso sollten die schönen Erinnerungen immer wieder in den Mittelpunkt gestellt werden.

Ihr merkt schon, dieser Beitrag hat 0 Struktur, aber ich glaube, die gibt es bei dem Thema auch nicht.

Man könnte dieses gesamte Konstrukt jetzt in Bereiche wie Beruf/Studium, Freundschaften/Liebesbeziehungen, Familie, die eigene Geschichte/Vergangenheit und negative Einflüsse/Geschehnisse, sowie in Zukunftsgedanken, -wünsche und -ängste einteilen, aber ich bin inzwischen der Meinung, dass das alles viel mehr zusammenhängt, als wir denken.

Wenn ich mit Freundinnen und Freunden über diese innere Zufriedenheit spreche, kommen wir schlussendlich immer auf das „Sich-miteinander-vergleichen“ zu sprechen, was eigentlich das größte Übel ist. Es macht uns nur unglücklich und ist auch kompletter Schwachsinn, weil sowieso jeder Mensch anders ist, anders aufwächst und das biologisch gesehen auch absolut katastrophal wäre, wenn wir alle gleich wären – aber es ist genauso natürlich.

Social Media gibt uns die Möglichkeit, immer ein perfektes „Ich“ zu präsentieren und ich nehme mich da nicht raus, aber eigentlich ist es doch genau das, was uns so unzufrieden stellt. Niemand kann behaupten, dass sein/ihr Leben perfekt ist und wie authentisch man wirklich wirkt, weiß man selbst oft gar nicht mehr. Man verliert sich schnell in dieser „perfekten“ Welt.

Zudem setzt man sich natürlich auch mit den Problemen anderer auseinander und lässt sich von seinen Gefühlen und Gedanken in eine Richtung leiten, die einen dauerhaft vielleicht unglücklich macht.

Schlussendlich glaube ich aber, dass wir das schaffen können und, dass wir alle einen Weg finden können zufrieden zu sein.

Vielleicht bin ich da auch ein wenig naiv und werfe meine gesamte Lebenseinstellung in ein paar Jahren nochmal über den Haufen. Dadurch, dass ich im Moment allerdings so eine Zufriedenheit mit mir selbst und meinem Leben erfahren darf, ist der Gedanke daran, dass alle meine Liebsten das auch irgendwann dürfen ziemlich schön.

Ihr seid toll,

Lea

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